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Markt der Möglichkeiten

Den richtigen Beruf für sich zu finden ist nicht leicht. Eine tolle Hilfestellung hat jetzt die Adolf-Kolping-Berufsschule in München gegeben. Zum ersten Mal wurde der "Markt der Möglichkeiten" veranstaltet.

Um wie viel Uhr muss ich als Bäcker aufstehen? Braucht man als Floristin Mathematik? Was verdient man als Maler? Junge Menschen möchten vieles wissen, wenn es darum geht eine passende Ausbildung für sich zu finden. All diese Fragen konnten jetzt Ende Februar beim "Markt der Möglichkeiten" an der Adolf-Kolping-Berufsschule in München gestellt werden. Die Berufsschule hatte dazu Schulen aus München und dem Umland eingeladen und an insgesamt vier Tagen kamen rund 600 interessierte Schüler, um sich zu informieren.

Das besondere an dieser erstmaligen Veranstaltung ist, dass sich die Schüler völlig individuell aussuchen können welche Berufe sie kennenlernen möchten. In der Vergangenheit hatten sich Schulklassen immer einen Gesamtüberblick über alle Berufe geschaffen. "Wenn sich ein Schüler dann für manche Berufe gar nicht interessiert hat, stand er gelangweilt in der Ecke. Das ist jetzt viel besser, wenn man gezielt nach seinen Interessen aussuchen kann", so die Organisatorin Christiane Simbürger. Insgesamt drei verschiedene Berufe konnten sich die Jugendlichen anschauen und wurden dabei von Lehrern und Schülern, die bereits in der Ausbildung sind beraten. "Wo geht das schon, dass man aus 16 verschiedenen Berufsfelder aussuchen und sich auch selbst praktisch ausprobieren kann?", lobte die Schulleiterin Andrea Garufo das Engagement ihrer Lehrer und Schüler. Immerhin wurde der Markt der Möglichkeiten an vier Tagen hintereinander angeboten, während der normale Schulbetrieb parallel weiterlief.

So zeigten beispielsweise die Bäcker wie ausgezogene Krapfen in Fett ausgebacken werden, bei den Malern wurden bunte Motive mit Hilfe von Schablonen gestempelt und bei den Zweiradmechanikern konnte man dabei helfen den Motor eines Motorrads zu zerlegen.

Der große Einsatz der Berufsschule hat sich aber offenbar gelohnt. Die besuchenden Schüler zeigten sich interessiert, fragten immer wieder nach und manche stellten nach einer Einheit sogar fest: Das ist mein Traumberuf!

Simon Vornberger, Referent für Öffentlichkeitsarbeit

12.03.2019
Fotos: Simon Vornberger / Kolping München