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Ausbildung trotz Krise

Branchenübergreifend ist die Zahl der Ausbildungsverträge in diesem Jahr eingebrochen – Schuld ist die Corona-Krise. Umso erfreulicher ist es, dass bei Kolping in diesem Jahr wieder 15 Jugendliche in eine Ausbildung starten können.

Alles ist beim Ausbildungsstart bei Kolping ein bisschen anders in diesem Jahr. Die Stühle stehen weiter auseinander als sonst, alle tragen Masken und die Semmeln für die Mittagspause sind alle einzeln verpackt. Eines ist aber wie immer: Es gibt bei den Kolping-Ausbildungszentren, eine Tochter des Kolping-Bildungswerkes München und Oberbayern, überhaupt einen Ausbildungsstart. Im September fängt wieder eine junge Gruppe Jugendlicher eine Ausbildung an. Insgesamt sind es 15 junge Frauen und Männer, die jetzt in den Bereichen Gastronomie, Gartenbau und Hauswirtschaft ausgebildet werden.

Dass die Jugendlichen eine Arbeit erlernen dürfen, ist leider nicht selbstverständlich. Laut IHK und HWK ist durch die Corona-Pandemie die Zahl der Ausbildungsverträge in diesem Jahr im Handwerk um etwa 9% und im Bereich Dienstleistungen sogar um etwa 15% zurückgegangen.

“Gerade in unsicheren Zeiten ist es wichtig, dass den Jugendlichen eine Perspektive geboten wird“, sagt die Sozialpädagogin Katharina Kroes, die bei den Kolping-Ausbidlungszentren für den Bereich Ausbildung zuständig ist und den Azubis zusammen mit ihren Kolleg*innen ständige Betreuung bietet.

Bei der Ausbildung handelt es sich um eine sogenannte „Reha“-Maßnahme (berufliche Rehabilitation) der Agentur für Arbeit für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf. Deshalb werden die Azubis während ihrer gesamten Ausbildung sozialpädagogisch begleitet, unterstützt und so auf das spätere Berufsleben vorbereitet.

 

Simon Vornberger, Referent für Öffentlichkeitsarbeit

01.09.2020
In den hinteren beiden Reihen stehen die neuen Azubis. In der vorderen Reihe von links die Sozialpädagoginnen Daniela Heiß, Lisa Holtmann und Katharina Kroes. (Foto: Simon Vornberger / Kolping München)

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