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SZ berichtet über Notlage in Wohnheimen

Die Zimmer sind leer und die Kassen auch. Durch die Corona-Pandemie übernachten kaum Jugendliche in den Kolping-Wohnheimen. Staatliche Hilfe kam bislang keine. Die Süddeutsche Zeitung berichtet über diese Notlage.

Nach aufwändigen Renovierungsarbeiten ist das Jugendwohnheim Entenbach im Sommer 2020 mit seinen rund 120 Betten jetzt endlich fertig geworden. Die Mitarbeiter, der Träger und auch die Jugendlichen haben sich auf den Einzug gefreut, aber bislang wurden die modernen, neuen Zimmer kaum genutzt.

Denn die Corona-Pandemie hat die Berufsschulen und damit auch die Blockschüler, die den Großteil der Entenbach-Bewohner ausmachen, in das Home-Schooling geschickt. Leere Zimmer findet man aus diesem Grund leider auch im Kolping-Ausbildungshotel St. Theresia, wo die Blockschüler als beständige Größe ebenfalls schmerzlich vermisst werden. Denn wenn die Berufsschüler aus weit entfernten Ortschaften nicht mehr in den Jugendwohnheimen übernachten, so bleiben auch die Einnahmen aus, die Kosten in den Häusern aber laufen weiter.

Jugendherbergen wird in der Pandemie bei solchen finanziellen Problemen geholfen, aber Jugendwohnheime fallen bislang durch alle Raster. Dietrich Mittler von der Süddeutschen Zeitung hat in seinem Artikel vom 12.02.2021 auf diese prekäre Situation aufmerksam gemacht.

 

Simon Vornberger, Referent für Öffentlichkeitsarbeit

16.02.2021
Screenshot: sueddeutsche.de