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Berufseinstiegsbegleitung in Gefahr

Der Freistaat Bayern hat kurzfristig seinen Ausstieg aus der Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) angekündigt. Das Kolping-Bildungswerk und die Katholische Jugendsozialarbeit kritisieren das deutlich.

Den Jugendlichen werden "die Chancen auf ein gelingendes Berufsleben genommen. Das ist ein Skandal!" Mit diesen deutlichen Worten richtet sich Axel Möller, Vorsitzender der Katholischen Jugendsozialarbeit Bayern (KJS) und Vorsitzender des Kolping Bildungswerkes Bayern an die Politik.

Bei der Maßnahme der Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) werden besonders förderbedürftigen Schülerinnen und Schülern frühzeitig Unterstützungsmaßnahmen und Hilfen angeboten, um sie beim Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung zu begleiten.

Die Kolping Bildungsagentur in München und auch das Kolping-Bildungswerk München und Oberbayern stellen sich hinter die Aussage der KJS. "Unsere Jugendlichen haben es ohnehin schon schwer, Corona hat die Gesamtsituation noch verschlimmert und jetzt fällt plötzlich auch noch die Förderung weg", beklagt Jutta Kienzle, Geschäftsleitung in der Kolping Bildungsagentur. Durch die Streichung des fünfzigprozentigen Finanzierungsanteil durch Bayern steht BerEb jetzt praktisch vor dem Aus und viele Jugendliche dadurch plötzlich ohne Unterstützung da.

 

Simon Vornberger, Referent für Öffentlichkeitsarbeit

09.03.2021
Foto: Rudy and Peter Skitterians / Pixabay.com