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Ein verheerendes Signal - Berufseinstiegsbegleitung vor dem Aus

Der Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag hat am 22. Februar mit den Stimmen der Regierungsfraktionen beschlossen, die Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) in Bayern über die laufenden Jahrgänge hinaus nicht fortzuführen.

Damit bekommen ab dem kommenden Schuljahr rund 3.500 junge Menschen mit Unterstützungsbedarf jährlich nicht mehr die Möglichkeit, individuell und nachhaltig im Übergang in ihre Berufsausbildung begleitet zu werden. „Dies ist ein verheerendes Signal der Staatsregierung in Richtung der jungen Menschen, die besondere Unterstützung auf ihrem Weg von der Schule in die Berufsausbildung brauchen“, kommentiert Axel Möller, der Vorsitzende der Katholischen Jugendsozialarbeit (KJS) Bayern, diese Entscheidung.

In breitem Schulterschluss hatten sich Wirtschaftsverbände und -unternehmen, Gewerkschaften, Lehrerverbände und Oppositionsparteien für einen Erhalt der BerEb eingesetzt – letztlich leider ohne Erfolg.

Auch das Kolping Bildungswerk München und Oberbayern hatte bis zuletzt für die weitere Förderung gekämpft – denn viele Mitarbeiter und Schüler*innen sind von der Einstellung der Maßnahmen betroffen. Das Team betreute seit 2014 jährlich zwischen 300 und 400 Teilnehmer*innen an insgesamt 21 Schulen, davon 340 Schüler*innen in München und 40 im Oberland.

07.04.2022
Landtag streicht die Förderung von Bereb (Foto:Stock)