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Sozialpädagogisches Projekt: Konfliktbewältigung

Der Umgang mit Konflikten im Alltag ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich - im Rahmen der sozialpädagogischen Projektarbeit "Konfliktbewältigung" reflektierten Jugendliche, wie Auseinandersetzungen entstehen und gelöst werden können.

Am 21. Oktober fand im Hotel St. Theresia für verschiedene Lehrjahre der Kolping Ausbildungszentren das Projekt Konfliktbewältigung statt. Das Seminar- und Projektangebot soll künftig an die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst werden. Darum führen diese Events oft interne Fachkräfte, wie in diesem Fall Daniela Rottenfußer, Sozialpädagogin von Kolping Gartenbau durch.

Zu Beginn des Projekt-Tages wurden auf einem Flipchart-Blatt in der Mitte des Stuhlkreises Begriffe zum Thema Konflikte gesammelt. Schnell fanden sich dort zahlreiche Schlagworte wie "Meinungsverschiedenheit, Zickenkrieg, blöd, Petzen  oder Provozieren". Die Jugendlichen überlegten außerdem, mit welchen Personen(gruppen) und in welchen Situationen häufig gestritten wird.

Anschließend durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einer Skala von 1 bis 5 angeben, wie sie sich in Konflikten fühlen. Die Skala reichte dabei von „in Konflikten geht es mir sehr gut“ bis „in Konflikten geht es mir sehr schlecht“. Die Empfindungen waren sehr unterschiedlich und die Skala wurde nahezu lückenlos gefüllt. Ohne die Aussagen der Anderen zu bewerten oder zu kommentieren, erklärte jede Person anschließend ihre Position auf der Linie.

Die Jugendlichen kamen gemeinsam mit Sozialpädagogin Daniela Rottenfußer zum Fazit: Ursachen für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Konflikten liegen darin, dass Menschen unterschiedliche Bedürfnissen haben und verschiedene Strategien verfolgen, um Konflikte zu lösen.

Anhand verschiedener Fallbeispiele analysierten die jungen Menschen dann die Bedürfnisse der streitenden Personen und erdachten mögliche Kompromisse zur Konfliktlösung.

Manche Streitgespräche endeten mit Versöhnung, viele mit einem Kompromiss, manchmal verschärfte sich der Konflikt. Die Jugendlichen lernten im Rahmen des Projekts, was ihr zukünftiger Beitrag in Konfliktsituationen sein kann und nahmen viele Bewältigungsstrategien mit in ihren Alltag.

Daniela Rottenfußer, Sozialpädagogin KOGA

02.11.2022
Sozialpädagogisches Projekt "Konfliktbewältigung" (Foto: Rottenfußer)
Eine Lektion: Unterschiedliche Bedürfnisse führen zu Konflikten (Foto: Rottenfußer)