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Deeskalationsmanagement: Von der Kunst zu streiten

An zwei Schulungstagen erlernten Mitarbeitende des Kolping Bildungswerks, wie sie sich in Auseinandersetzungen im Arbeitsalltag professionell verhalten und so Eskalationen vermeiden können.

Die lange Isolation während der Pandemie ging vor allem an jungen Menschen nicht spurlos vorbei. Jugendliche litten häufig darunter, dass sie zu Hause festsaßen. Vielen fehlte durch die lange Isolation außerdem die Routine in der Bewältigung alltäglicher Konfliktsituationen.

Bildungsunternehmen stehen unbedingt in der Pflicht, für Jugendliche und Personal ein sicheres und professionelles Arbeitsumfeld zu schaffen. Wenn es aber doch einmal zu kritischen Auseinandersetzungen kommt, ist Deeskalation das Stichwort. Am 14. Und 15. November fand zu diesem Zweck eine Schulung zum professionellen Deeskalationsmanagement im Ausbildungshotel St. Theresia statt. 15 Mitarbeitende aus allen Tochtergesellschaften des Kolping-Bildungswerks nahmen an der Schulung teil.

Ursula Stelzl und Sigi Wybiral vom Institut für professionelles Deeskalationsmanagement (ProDeMa) führten durch den Lehrgang. Sie beleuchteten am ersten Seminartag u. a. die Ursachen für Aggressionen und lehrten, Stufen der Deeskalation zu erkennen und vorzubeugen.

Am zweiten Tag spielten die Teilnehmenden aus den Kolping-Bereichen Soziale Arbeit, Ausbildung und Berufsvorbereitung dann selbst Konfliktsituationen nach. Dabei wurden sie gefilmt und die Videos anschließend gemeinsam analysiert. Im Film wurde ihnen quasi der Spiegel vorgehalten und sie konnten selbst erkennen, an welcher Stelle sie eher beruhigend und wo eskalierend wirkten. Eine effektive Methode, um an der eigenen Kommunikation zu arbeiten.

Das Feedback zu diesem interaktiven Trainingsprogramm war sehr positiv. Den Teilnehmenden wurden wertvolle Werkzeuge an die Hand gegeben, wie sie in brenzligen Situationen die Kontrolle behalten und Ruhe bewahren konnten. Viele wünschten sich gar einen weiteren Seminartag. Das Trainer-Duo hatte jedenfalls eine Menge Spaß und zeigte sich keineswegs abgeneigt.

 

Markus Hengler, Referent für Öffentlichkeitsarbeit

17.11.2022
Geschäftsführerin Kathrin Raps mit Sigi Wybiral und Ursula Stelzl

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